ADTV und WTP

Wir sind eine ADTV-Tanzschule und unterrichten das Welttanzprogramm. Hier erklären wir kurz, was das ist und warum Sie davon profitieren.

ADTV - Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband

Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband e.V. ist die Dachorganisation von Tanzschulen und TanzlehrerInnen.
Unter Anderem fördert er die beruflichen und fachlichen Kenntnisse seiner Mitglieder und achtet auf einen lauteren Wettbewerb. Mit seiner Tanzlehrer-Akademie (TLA) ist er zuständig für alle Themen rund um Aus- und Weiterbildung der ADTV-Tanzlehrer.

In Deutschland zählt der Tanzlehrer zu den freien Berufen, die jedoch nicht an eine Ausbildung oder Konzession gebunden sind. Es darf sich also jeder als Tanzlehrer bezeichnen und eine Tanzschule eröffnen.
Der ADTV bietet (neben dem BDT, dem Berufsverband Deutscher Tanzlehrer) jedoch eine Ausbildung zum Tanzlehrer an. Diese richtet sich nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes.
Die Berufsausbildung im ADTV umfasst eine praktische, tänzerische, fachlich-theoretische und überfachliche Ausbildung. Sie findet in einer anerkannten Ausbildungsschule des ADTV mit einer dreijährigen Lehre statt. Dazu begleitend findet ein fachlich-theoretischer und tänzerischer Unterricht statt. Weitere berufsbegleitende Inhalte werden außerbetrieblich in Seminaren vermittelt.

Durch Weiterbildungsmaßnahmen und Informationen bleiben ADTV-TanzlehrerInnen auf dem Laufenden und können sich stetig weiterqualifizieren.

Als ADTV-Tanzschule bieten wir Unterricht auf diesem Niveau an.
Unsere Tanzlehrer wissen nicht nur, wie man tanzt, sondern und vor allem, wie die Schritte unterrichtet werden und worauf im Unterricht zu achten ist.

WTP - Das Welttanzprogramm

Das Welttanzprogramm (WTP) wurde Anfang der 1960er Jahre vom Weltfachverband der nationalen Tanzlehrerverbände (World Dance Council - WDC) begründet. 2012 erfolgte unter der Federführung des ADTV eine umfangreiche Reformierung. Insbesondere den ADTV-Tanzschulen, die sich eher dem entspannten, authentischen Gesellschaftstanz verschrieben haben, dient das neue Welttanzprogramm als Grundlage für die Auswahl der Kursinhalte für Neueinsteiger.

Bestandteil des WTP sind die fünf Standardtänze (Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Blues, Foxtrott), die lateinamerikanischen Tänze (Samba, Cha Cha, Rumba, Paso Doble, Jive), sowie Discofox und Rock ’n’ Roll. Bei der Auswahl orientierte man sich an den Turniertänzen, hat sie jedoch in einer für den Gesellschaftstanz vereinfachten Form festgelegt. So wurden Slowfox und Quickstep durch Blues und Foxtrott ersetzt.

Unterrichtsziele des Welttanzprogramms

  • Die gespielte Musikrichtung soll erkannt werden und ein dazu passender Tanz gewählt werden können.
  • Es soll die Sicherheit erlangt werden, sich im jeweiligen Takt und Rhythmus bewegen zu können.
  • Es soll ein Stil erlernt werden, der natürlich und elegant wirkt und der zu jedem gesellschaftlichen Anlass passt.
  • Die Grundschritte sollen weltweit gleich sein.
  • Jeder Herr soll die Führung und jede Dame die Annahme der Führung lernen, um die Figuren in der Praxis anwenden zu können. Diese Prinzipien bilden die Grundlage für die Auswahl der Bewegungen und Figuren des Welttanzprogramms.
  • Haltung, Schrittgröße und Variationen von Figuren sollen an die Gegebenheiten der Praxis angepasst werden können, um die Behinderung anderer Paare zu vermeiden.
  • Technik (Fußarbeit, Heben und Senken etc.) sowie die Haltung sollen eine natürliche und elegante Bewegung ermöglichen und nicht übertrieben werden.

Im Gegensatz zu den Haltungen und Bewegungstechniken der anderen Tanzformen (Medaillentanzen und Tanzsport) gibt es beim Praxistanzen im WTP keine so fest vorgeschriebenen Regeln, z.B. ist das Einhalten von Raumrichtungen nur erforderlich, wenn es dazu dient, andere Paare nicht zu behindern. Angestrebt wird ein eleganter, gewandter Gesellschaftstanzstil für Party, Hochzeit und den festlichen Ball.

Das Welttanzprogramm (WTP) für den Paartanz ist „Gutes Praxisbeispiel der Erhaltung Immateriellen Kulturerbes“

Die Bewerbung des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes e.V., das Welttanzprogramm (WTP) für den Paartanz in das „Register Guter Praxisbeispiele des Bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes“ aufzunehmen“, war erfolgreich.

Welttanzprogramm - Immateriellen Kulturerbes - Wissen. Können. Weitergeben

Die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sind der Auswahlempfehlung des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission gefolgt und haben das Welttanzprogramm für den Paartanz als „Gutes Praxisbeispiel der Erhaltung Immateriellen Kulturerbes“ anerkannt.

„Wissen. Können. Weitergeben“ – so lautet das Motto der Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Das Motto ziert auch das offizielle Logo, mit dem das Welttanzprogramm jetzt in der Öffentlichkeit präsentiert werden darf.

Das in Deutschland entwickelte Welttanzprogramm (WTP) ist die Basis des Paartanzens und wird täglich von Tausenden von Menschen praktiziert und weitergegeben. Es ist ein wichtiges, gemeinschaftsbildendes und Grenzen überschreitendes Programm von inzwischen weltweit kommunizierten Bewegungsabläufen zu Musik. Das Programm bietet niedrigschwellige tänzerische Bildung für jedes Lebensalter und jede Lebenslage. Es vermittelt zugleich wichtige gesellschaftliche Werte des respektvollen Umgangs zwischen Partnern und übt soziale Umgangsformen ein.

Im Kern geht es darum, 5 Musikstile zu identifizieren und in entsprechende Tanzbewegungen umzusetzen: Walzer, Disco, Swing, Latino und Tango. Jede Tanzschule wählt aus dem Welttanzprogramm diejenigen Tänze aus, die am besten zum Profil der Tanzschule und zur Klientel passt, und ist frei, die Inhalte anzupassen und weiter zu entwickeln.

Für die Bewerbung hatten sich bundesweit rund 43.000 Tanzbegeisterte engagiert. Außerdem hatten der European Dance Council (EDC) sowie der World Dance Council (WDC) ihre Unterstützung dokumentiert.

Das Register Guter Praxisbeispiele der Erhaltung Immateriellen Kulturerbes fördert eine nachhaltige Praxis zur Pflege, Entwicklung und Weitergabe Immateriellen Kulturerbes. Die ins Register aufgenommenen Modellprogramme und -projekte stehen beispielhaft für effektive Maßnahmen zur Erhaltung Immateriellen Kulturerbes und sollen zur Nachahmung anregen.

Mehr dazu: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielleskulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/bundesweites-88